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Dienststelle:

BG Judenburg (650)

Aktenzeichen:

11 E 49/25t

wegen:

Zwangsversteigerung einer Liegenschaft

Bekannt gemacht am:

18.06.2026

Versteigerungstermin:

am 05.08.2026 um 09:30 Uhr

Versteigerungsort:

Bezirksgericht Judenburg, Verhandlungssaal 101

Telefonkontakt:

0357283165225

Besichtigungszeit:

06.07.2026, 09:00 Uhr bis 11:00 Uhr an Ort und Stelle, Auerling 19, 8750 Judenburg

Ort und Zeit der Einsichtnahme:

-

Sonstiges:

Bieterinteressenten müssen einen amtlichen Lichtbildausweis, einen
Staatsbürgerschaftsnachweis, gegebenenfalls einen Firmenbuchauszug bzw. eine öffentlich
beglaubigte Spezialvollmacht mitbringen.
Die Liegenschaft unterliegt dem Steiermärkischen Grundverkehrsgesetz. An die dinglich
Berechtigten, insbesondere an die Pfandgläubiger einschließlich der Gläubiger, zu deren Gunsten
eine Kredit- oder Kautionshypothek eingetragen ist, sowie bezüglich der Steuern und Abgaben an
die öffentlichen Organe ergehen die in der folgenden Nachricht enthaltenen Aufforderungen.
Sich auf die Liegenschaft beziehenden Urkunden, Schätzungsprotokolle usw. können beim
Bezirksgericht Judenburg nur nach vorheriger telefonischer Anfrage eingesehen werden.
Ablichtungen des gesamten Schätzungsgutachtens sind gegen Kostenersatz erhältlich. Das
Gutachten ist aus der Ediktsdatei des BMJ im Internet (http://www.edikte.justiz.gv.at) zu ersehen.
Die verpflichtete Partei hat fristgerecht nicht erklärt, auf die Steuerbefreiung gemäß § 6 Abs 1 Z 9
lit a) UStG 1994 zu verzichten.


Grundbuch:

65024 Judenburg

EZ:

139

Grundstücksnr.:

598/2
610/5

BLNr:

6

Liegenschaftsadresse:

Auerling 19

PLZ/Ort:

8750 Judenburg


Kategorie(n):

Einfamilienhaus

Beschreibung (WE):

Die Bewertungsliegenschaft befindet sich ca. 2,5 km südlich der Bezirkshauptstadt Judenburg in der Katastralgemeinde Reifling in einer peripheren und ländlich geprägten Umgebung.
Die Liegenschaft gliedert sich in ein "Wohnhaus - Altbestand" sowie einen im Jahr 2016 errichteten, eingeschossigen Zubau.
Zustand:
Der „Wohnhaus Altbestand“ wurde augenscheinlich in einem einfachen bis durchschnittlichen Ausführungsstandard errichtet. Umfangreichere Instandhaltungsarbeiten erfolgten letztmalig im Jahr 2016 mit Installation der neuen Heizanlage bzw. vormals in den 1990er Jahren mit Tausch der Fenster bzw. der Dachsanierung (Kaltdach). Im Jahr 2017 wurde das Objekt teils optisch saniert, ist jedoch seit ca. 8 Jahren leer stehend.
Der Zubau wurde beginnend im Jahr 2016 errichtet und präsentiert sich in einem devastierten und verschmutzen Gesamtzustand. Im Außenbereich ist Fertigstellungsbedarf (Anschlussbereiche Fassade / Dach).
An den Fensterrahmen und -flügeln bzw. in den Laibungsbereichen sowie im Übergangsbereich Decke/Wand zeigt sich schwarzer Schimmelpilzbefall; diese Schadensbilder sind offensichtlich auf mangelnde Durchlüftung bzw. der entstandenen Kondensatproblematik zurückzuführen.
Grundstück 598/2 und 610/5 mit insgesamt 5.738 m², bebaut mit einem Wohnhaus samt
Zubau (Anmerkung: Der Zubau wurde vom Sohn sowie der Schwiegertochter der
verpflichteten Partei errichtet; die Frage, ob ein Superädifikat vorliegt ist nicht im
Rahmen des Versteigerungsverfahrens zu beurteilen! Die Bewertung erfolgt als
Gesamteinheit); ein Energieausweis im Sinne des EAVG konnte für das Gebäude nicht
erhoben werden; die Grundstücke sind nicht im Altlasten- und Verdachtsflächenkataster
verzeichnet; die Grundstücke sind nicht im Grenzkataster verzeichnet (keine Verbindlichkeit
von Grenzen und Größe); im Flächenwidmungsplan vorwiegend im Freiland auswiesen,
Teilflächen sind als Verkehrsfläche bzw. Wald gewidmet; aufgrund des von Südwest nach
Nordost tangierenden Gerinne des „Pfingstnerbaches“ ist eine teilweise Ausweisung in der
gelben bzw. roten Gefahrenzone für Hochwasser verzeichnet; die Grundstücke sind
insgesamt mehrwinkelig sowie von Südwest nach Nordost abschüssig konfiguriert und mit
dem Wohnhaus mit Zubau, einem Nebengebäude bzw. div. Hütten und Verschlägen
(„Verhüttelung“) bebaut; laut HORA-Pass Abfrage hohes Risiko für Hagel und Hochwasser;
Aufschließung: Wasserversorgung durch private Quellversorgung (genaue Situierung
unbekannt), öffentliche Energieversorgung, öffentlicher Kanalanschluss
Zum Wohnhaus samt Zubau:
Das Wohnhaus – Altbestand wurde beginnend im Jahr 1959 in Massivbauweise mit Unter-,
Ober- und ausgebautem Dachgeschoß errichtet (Baubewilligung für die Errichtung eines
Einfamilienwohnhauses vom 02.09.1959 Benützungsbewilligung vom 05.09.1963); ostseitig ist
ein überdachter Stellplatzbereich mit darüber liegender Terrasse angebaut (Errichtung 2016;
keine baubehördlichen Unterlagen aufliegend); im Jahr 2016 erfolgte der Zubau eines
eingeschoßigen Massivgebäudebestandes, welcher im Süden an das Wohnhaus angebaut ist
(Baubewilligung für die Errichtung eines Zubaus beim bestehenden Einfamilienwohnhaus
sowie einer Geländeveränderung vom 05.07.2016; Benützungsbewilligung bis dato nicht
aufliegend (fehlendes Elektro-Attest); Altbestand ist seit rund 9 Jahren leer stehend
Zur Aufteilung:
Untergeschoß „Wohnhaus Altbestand“ sowie Zubau:
Altbestand - Raumhöhe ca. 2,18 m; Zubau - Raumhöhe ca. 2,42 m Die Einheiten sind jeweils
über Außenzugänge begehbar; eine interne Verbindung ist nicht gegeben. Im Zugangsbereich
des Untergeschosses Altbestand ist ein überdachter Stellplatzbereich mit darüberliegender
Terrasse ausgeführt (Nutzfläche Stellplatz ca. 25 m²).
Erdgeschoss „WH Altbestand“: Raumhöhe ca. 2,46 m
Dachgeschoß „WH Altbestand“:
Raumhöhe ca. 2,45 m, der Außenwandbereich ist teils mit Mansarden ausgeführt,
Kniestockhöhe ca. 1,30 m
Dachraum:
Der Dachraum ist über eine Einschubstiege vom Vorraum des DG begehbar (keine
Besichtigung durchgeführt)
Erhaltungszustand:
Wohnhaus Altbestand:
Der „Wohnhaus Altbestand“ wurde augenscheinlich in einem einfachen bis durchschnittlichen
Ausführungsstandard errichtet. Umfangreichere Instandhaltungsarbeiten erfolgten letztmalig
im Jahr 2016 mit Installation der neuen Heizanlage bzw. vormals in den 1990er Jahren mit
Tausch der Fenster bzw. der Dachsanierung (Kaltdach). Im Jahr 2017 wurde das Objekt teils
optisch saniert, ist jedoch seit ca. 8 Jahren leerstehend. Die zum Teil vormals durchgeführten
Instandhaltungsarbeiten erfolgten zum Teil in eher minderwertiger Ausführungsqualität.
Insgesamt ist von einem veralteten (verwahrlosten) Gesamtzustand zu sprechen.
Zubau:
Der Zubau wurde beginnend im Jahr 2016 errichtet und präsentiert sich in einem devastierten
und verschmutzen Gesamtzustand. Im Außenbereich ist Fertigstellungsbedarf
(Anschlussbereiche Fassade / Dach). An den Fensterrahmen und -flügeln bzw. in den
Laibungsbereichen sowie im Übergangsbereich Decke/Wand zeigt sich schwarzer
Schimmelpilzbefall; diese Schadensbilder sind offensichtlich auf mangelnde Durchlüftung bzw.
der entstandenen Kondensatproblematik zurückzuführen. Im Zimmer des
Wohnungsgebrauchsberechtigten sind massive Verschmutzungen an den Wänden
(Vergilbungen durch Nikotin, etc.) bzw. ein massiv verdreckter Sanitärbereich gegeben.
Nebengebäude:
Es handelt sich um einen veralteten Baukörper (teils 2-geschoßig) in gemischter Bauweise mit
Satteldach und Trapezblechdeckung. Zustand: teilweise baufällig bzw. bedingt brauchbar
Nutzfläche: gesamt ca. 100 m², überdachter Hühnerstall: Nutzfläche ca. 80 m², abbruchreif
div. Hütten, Flugdach: abbruchreife Bestände

Grundstücksgröße:

5.738 m²

Objektgröße:

320,00 m²


Schätzwert:

200.000,00 EUR

Beschreibung des mitzuversteigernden Zubehörs:

Zubehör:
Beim vorgefundenen Zubehör /Inventar handelt es sich um veraltetes und ständig in
Verwendung gestandenes Inventar ohne Zeitwert.

Wert des mitzuversteigernden Zubehörs:

kein Zubehör

Vadium:

20.000,00 EUR

Geringstes Gebot:

180.000,00 EUR


Sonstige Hinweise:

Die Objektgröße umfasst die Gesamtnutzfläche des Altbestandes bzw. des Zubaus.
Benützungsbewilligung / Fertigstellungsanzeige: Es wird auf die Ausführungen im Langgutachten auf Seite 19 verwiesen.
Nebengebäude: teilweise baufällig bzw. bedingt brauchbar
Überdachter Hühnerstall / diverse Hütten: abbruchreife Bestände
Ohne Anrechnung auf das Meistbot zu übernehmende Lasten:
C-LNr. 9
a 1128/1976 637/1984
DIENSTBARKEIT
Wasserbezug, Wasserleitung über Tfl Gst 598/2 Geh- und Fahrweg über Tfl Gst 598/2 für Gst
598/3 b 1704/1991 Übertragung der vorangehenden Eintragung(en) aus EZ 31
Anmerkung:
Laut Kaufvertrag aus dem Jahre 1976 wurde dem Käufer des Grundstücks 598/3 unter Punkt
3 Abs. c) der Wasserbezug sowie das Leitungsrecht einverleibt; weiters wurde unter Punkt 3
Abs. d) die Dienstbarkeit des Geh- und Fahrweges einverleibt. Demnach ist der Wasserbezug
von der Quelle – situiert auf Grundstück 609 = südwestlich anrainendes Fremdgrundstück –
einverleibt. Diese Quelle wurde laut Angaben von Herrn Alexander Temmel (Sohn der
verpflichteten Partei) im Zuge eines Sturmschadens vor rund 15 Jahren zerstört bzw. sollte
gegenwärtig keine Wasserversorgung für das Grundstück 598/3 gegeben sein. Weiters das
Leitungsrecht über das bewertungsgegenständliche Grundstück 598/2 – in der Natur sollte
laut Alexander Temmel keine Leitung bestehen. Dienstbarkeit des Gehens- und Fahrens - die
Dienstbarkeit des Geh- und Fahrweges verläuft über die bestehende Wegfläche.
C-LNr. 10
a 1704/1991 3279/2001 DIENSTBARKEIT
Quellfassung Wasserleitung an Gst 598/2 gem Pkt 7) Kaufvertrag 1990-03-06 für EZ 30 31
238
Anmerkung:
Aufgrund des Vertrages wurde dem Berechtigten auf immerwährende Zeiten das Recht zu
Quellfasung bzw. der Verlegung einer unterirdischen Leitung über das Grundstück 598/2
eingeräumt.
C-LNr. 17
a 1128/1976 DIENSTBARKEIT
Wasserbezug Wasserleitung über Gst 598/2 Geh- und Fahrweg über Gst 610/5 für Gst 598/3
b 719/2004 Übertragung der Eintragung(en) aus EZ 238
Anmerkung:
Bei den Dienstbarkeiten C-LNR 9a und 17a handelt es sich faktisch um idente Dienstbarkeiten
/ Lasten
C-LNr. 18
a 3280/2001 DIENSTBARKEIT
Wasserleitung über Gst 598/2 610/5 für Gst 610/1 617 .43 b 719/2004 Übertragung der
Eintragung(en) aus EZ 238 – wertneutral
Anmerkung:
Die Leitung verläuft an der Ostgrenze (westlich der Straße) des Grundstücks 610/5 – laut
Vereinbarung ist ein „Leitungsservitut mit 2 m Breite von der Grenze“ einverleibt.
Allenfalls in Anrechnung auf das Meistbot zu übernehmende Lasten:
C-LNr. 12
a 3746/1998 WOHNUNGSRECHT
für Werner Temmel geb 1955-05-09
b 2166/1999 VORRANG von LNR 15 vor 12
c 420/2000 VORRANG von LNR 16 vor 12
d 1626/2016 VORRANG von LNR 19 vor 12
e 686/2017 VORRANG von LNR 20 vor 20
Anmerkung:
Detailtiere Unterlagen/Vereinbarungen betreffend einer räumlichen Zuordnung konnten nicht
erhoben werden.
Bewertung mit EUR 20.600,00 (unter der Annahme der anteiligen Kostenbeteiligung an
Betriebs- und Heizkosten).
Sonstiges:
A2-LNR 4a: Grunddienstbarkeit Quellfassung Wasserleitung; wertneutral
C-LNR 1a: Vorkaufsrechte für Josef und Martina Präsent - nicht mehr vakant, da bereits
verstorben
C-LNR 13a: TZ 3746/1998 Vorkaufsrechte bis 2018-07-31 - wegen Zeitablauf offensichtlich
obsolet
C-LNR 14a: TZ 3746/1998 Belastungs- und Veräußerungsverbot bis 2018-07-31 - wegen
Zeitablauf offensichtlich obsolet
Mit rechtskräftigen Beschluss vom 18.05.2026 (ON 26) wurden die
Versteigerungsbedingungen gemäß § 146 Abs 1 Z 5 EO über rechtzeitigen Antrag der
betreibenden Partei derart geändert, dass das geringste Gebot für die Liegenschaft mit
EUR 180.000,00 festgelegt wurde.
Auf das Gutachten des Sachverständigen wird ausdrücklich verwiesen!


Foto(s):

Ansicht Süd (213 KB) Ansicht Nordwest (286 KB) Wohnhaus und Zubau (217 KB) Altbestand Nordwest (247 KB) Wohnhaus Altbestand Heizanlage (158 KB) Wohnhaus Alt Zimmer (141 KB) Altbestand Küche (213 KB) Zubau Sanitär (204 KB) Zubau Wohnraum (156 KB) Zubau Küche (180 KB) Eingangsbereich Zubau (237 KB) Zubau Zimmer (177 KB)

Ausdruck vom: 18.06.2026 17:19:46 MESZ