Versteigerung - Wohn- und Betriebsgebäude
9 E 10/25w
Zwangsversteigerung einer Liegenschaft
16.06.2026
am 12.8.2026 um 09:00 Uhr
Bezirksgericht Melk Verhandlungssaal 1
02752/52333
14172 Wolfstein
14
184/1 *2.217 m²
Bauf. (10) 560 m²
Sonst (50) 1.657 m²
Legende:
*: Fläche rechnerisch ermittelt
Bauf.(10): Bauflächen (Gebäude)
Sonst (50): Sonstige (Betriebsflächen)
2
Wolfstein 6
3394 Schönbühel-Aggsbach
gemischt genutztes Haus
Die Marktgemeinde Schönbühel-Aggsbach, in der sich die bewertungsgegenständliche Liegenschaft befindet, liegt im Dunkelsteinerwald im politischen Bezirk Melk im Bundesland Niederösterreich. Die Liegenschaft liegt ca. 4 km südöstlich außerhalb des Ortszentrums von Aggsbach Dorf in der Katastralgemeinde Wolfstein und grenzt unmittelbar nördlich an die Landesstraße L106 (Aggsbach-Melk) von der auch die Erschließung der Liegenschaft erfolgt. Das in der Liegenschaft EZ 14 inneliegende Grundstück 184/1 weist eine annähernd trapezförmige Grundrissform mit einem grundbücherlichen Flächenausmaß von 2.217 m² auf. Die Grundstücksfläche ist weitgehend eben und weist ein geringfügiges Gefälle von Nordosten nach Südwesten auf. Im nordöstlichen Teil des Grundstückes 184/1 besteht ein Wohn- und Bürogebäude in Massivbauweise, das in gekuppelter Bauweise mit dem auf dem Nachbargrundstück bestehenden Gebäude errichtet ist. Das Wohn- und Betriebsgebäude war ursprünglich Teil einer Sägewerksanlage, der Altbestand des Gebäudes reicht laut Unterlagen im Bauakt ca. 100 Jahr zurück. Das Gebäude besteht aus Erd- und Obergeschoß und ist nicht unterkellert. Der südliche Teil des Gebäudes diente im Erdgeschoß ursprünglich für betriebliche Zwecke (Büro, Aufenthaltsräume, Sanitärräume) und wurde ca. im Jahr 2004 adaptiert. Zum Bewertungsstichtag besteht dieser Teil des Gebäudes im Erdgeschoß als Wohneinheit (Wohnung 2) mit einer Nutzfläche von ca. 67 m². Weiters sind in diesem Teil im Erdgeschoß ein Vorraum, ein Technikraum und ein Pelletslagerraum untergebracht. In dem ursprünglich ca. im Jahr 1964 ausgebauten Obergeschoß für private Wohnzwecke befindet sich zum Bewertungsstichtag ebenfalls eine Wohneinheit (Wohnung 3) mit einer Nutzfläche von ca. 90 m² zuzüglich Loggia mit ca. 4,3 m² Nutzfläche. Im zweigeschoßigen Quertrakt befindet sich im Erdgeschoß und im teilweise ausgebauten Dachgeschoß ebenfalls eine Wohneinheit mit einer Nutzfläche von ca. 89 m². Das restliche Dachgeschoß besteht als unausgebauter Dachboden. Bauweise: Fundamente: Stampfbeton; Mauerwerk: Massivmauerwerk; Decken über EG und OG: Massivdecken; Satteldach; Dacheindeckung: Strangfalzziegel (Quertrakt), Welleternitplatten (Längstrakt); Regenrinnen und Dachverblechung: Aluminiumblech beschichtet; Fassade: Vollwärmeschutz-Fassade verputzt (Herstellung ca. 2007); Eingangstüren: Kunststoff mit Glaselementen; Fenster: Kunststofffenster mit 2- Scheiben-Isolierverglasung mit Außenrollläden mit manuellem Antrieb; Kunststofffenster mit 3-Scheiben-Isolierverglasung (Aufenthaltsraum Wohnung 2); Tür Loggia (Wohnung 3): Kunststoff mit 3-Scheiben-Isolierverglasung; Innentüren: Umfassungszargen und Türblätter beschichtet; Heizung (Büro/Wohntrakt): Warmwasserzentralheizungsanlage; Wärmeerzeugungssystem: Pellets-Heizkessel; Wärmeabgabesystem: Radiatoren. Der Büro-/Wohntrakt befindet sich zum Bewertungsstichtag in einem durchschnittlichen Bau- und Erhaltungszustand.
Auf dem bewertungsgegenständlichen Grundstück 184/1 besteht weiters ein Betriebsgebäude, das teilweise in Massivbauweise und teilweise in Holzbauweise errichtet ist. Das Betriebsgebäude ist zweigeschoßig ausgeführt. Im Erdgeschoß befindet sich eine Werkstatt mit einer Montagegrube. Neben der Werkstatt ist eine Garage und daran anschließend ein Lagerraum untergebracht. Über der Werkstatt war ursprünglich eine Wohnung mit Terrasse vorgesehen, die jedoch offensichtlich schon seit längerer Zeit nicht als solche genutzt wurde. Im Obergeschoß des in Holzbauweise errichteten Betriebsgebäudes befinden sich Lagerräume. Östlich anschließend an das Betriebsgebäude befindet sich ein befestigtes Freilager mit Stützwänden an zwei Seiten. Aufgrund der Bauweise und der verwendeten Bauteile ist davon auszugehen, dass der Altbestand ein geschätztes Alter von zumindest 60 bis 80 Jahren aufweist. Bauweise (gem. Baubeschreibung bzw. soweit augenscheinlich erkennbar): Wände Garage und Werkstatt: Massivmauerwerk; Wände Lager: Holzständerkonstruktion mit einschaliger Bretterschalung; Decke über EG: Filigran- und Stahlbetondecke; Holzbalkendecke mit Pfostenbelag; Decke über OG: Holzbalkendecke mit Pfostenbelag; Fassade: Werkstätte: Vollwärmeschutzfassade verputzt; Dach (Lager): Satteldachstuhl; Holzsparren, Einfachlattung; Dacheindeckung: Strangfalzziegel; Dach (Werkstätte): Krüppelwalmdachstuhl mit Gaupen; Dacheindeckung: Dachziegel; Regenrinnen: verzinktes Eisenblech; Treppe OG/Dachboden (Lager): Holzwangentreppe ohne Geländer; Fenster (Werkstatt): Metallrahmen mit Einfachverglasung; Fenster (Dachboden): Holzkastenfenster mit Einfachverglasung; Garagentor: 1 zweiflügeliges Massivholztor; Tor Werkstätte: 1 zweiflügeliges Stahlblechtor mit Belichtungselementen; Tore (Lager): zweiflügelige Massivholztore. Das Werkstatt-, Garagen- und Lagergebäude befindet sich zum Bewertungsstichtag in einem teilweise sanierungsbedürftigem Bau- und Erhaltungszustand. 2.11.3. Außenanlagen: Zufahrt zu Büro/Wohntrakt und Werkstatt, Garage, Lager : mit Asphalt befestigt; Hauszugang; Hoffläche: mit Natursteinplatten befestigt; Grünfläche (Wiese); 2 Haus-brunnen: ein steingemauerter Schachtbrunnen mit Betonabdeckplatte mit Stahlblechdeckel mit Lüftung, aus diesem Brunnen besteht das Recht des Wasserbezuges für die Nachbarliegenschaft (Gst 184/2); ein Betonschacht-brunnen mit Betonabdeckplatte mit Stahlblechdeckel mit Lüftung; Stützwände: Natursteinmauern; Vorgarten: mit Asphalt befestigter Fahrstreifen; ein mit Betonpflastersteinen befestigter Platz, Grünanlage; Garten Wohnung 1: Terrasse mit Natursteinplatten befestigt; Natursteinstützwände, Grünfläche; Einfriedungen: Aluminiumsteher mit Drahtgeflechtzaun auf Beton- bzw. Natursteinsockel.
2.217 m²
847,00 m²
272.000,00 EUR
kein Zubehör
27.200,00 EUR
204.000,00 EUR
Die Versteigerung erfolgt auf Grundlage der mit Beschluss vom 19.5.2026 geänderten Versteigerungsbedingungen.
Die Änderung betrifft das geringste Gebot.
Im Übrigen bleiben die gesetzlichen Versteigerungsbedingungen aufrecht.
Interessenten wird empfohlen, in das Langgutachten Einsicht zu nehmen.
Ohne Anrechnung auf das Meistbot ist die Dienstbarkeit der Rohrleitung unter Gst 184/1 und der Wasserentnahme aus Brunnen ob Gst 184/1 gemäß Dienstbarkeitsvertrag 2000-01-10 für Gst 184/2 zu übernehmen!
Auf die bestehenden Mietverträge (siehe Gutachten vom 13.3.2026) wird hingewiesen.
Das Vadium ist ausschließlich in Form einer Sparurkunde eines inländischen Kreditinstitutes zu erlegen.
Die Verpflichteten haben nicht bis spätestens 14 Tage nach Bekanntgabe des Schätzwertes dem Exekutionsgericht mitgeteilt, ob sie auf die Steuerbefreiung des
§ 6 Abs 1 Z 9 lit a UStG 1994 verzichten.
Bietinteressenten haben ihre Identität und ihre Staatsangehörigkeit entweder durch
a) Reisepass oder
b) Personalausweis oder
c) Lichtbildausweis in Verbindung mit einem Staatsbürgerschaftsnachweis
nachzuweisen.
Diese Urkunden sind deshalb zum Versteigerungstermin mitzubringen!

























