Versteigerung - Wohn- und Betriebsgebäude
6 E 5/26m
Zwangsversteigerung einer Liegenschaft
13.08.2026
am 6.10.2026 um 13:30 Uhr
Bezirksgericht Güssing, Verhandlungssaal A, 1. Stock
03322/42285 Dw 23
Montag bis Freitag von 08:00 Uhr bis 12:00 Uhr, 1. Stock, Zimmer 108 mit einem gültigen Lichtbildausweis.
Das Gutachten und eine Kurzfassung sind in der Ediktsdatei zu ersehen.
Eine Verzichtserklärung betreffend der Steuerfreiheit gemäß § 6 Abs 1 Z 9 lit. a UStG wurde von der verpflichteten Partei nicht abgegeben.
Interessierte Bieter und Bieterinnen haben mitzubringen: einen amtlicher Lichtbildausweis [und einen Staatsbürgerschaftsnachweis], gegebenenfalls einen Firmenbuchauszug bzw. eine Spezialvollmacht.
Als Sicherheitsleistung kommen nur Sparurkunden in Betracht. Diese Sicherheitsleistung (=Vadium) hat zumindest 10 % des Schätzwertes zu betragen (siehe unten). Das Sparbuch kann somit auch einen höheren Betrag aufweisen. Dies kann – im Hinblick auf die weitere Zinsbelastung – einen Vorteil darstellen.
Bei dieser Versteigerung sind auch die Bestimmungen des Burgenländischen Grundverkehrsgesetz anzuwenden (Burgenländisches Grundverkehrsgesetz 2007 - Bgld. GVG 2007; LGBl.Nr. 25/2007 in der aktuellen Fassung)
Bitte beachten Sie die allgemeinen Hinweise [Anhang zum Edikt]
31025 Kukmirn
235, 594
5044, 5045, 5046
5, 6
Himbeerweg 5
7543 Kukmirn
gemischt genutztes Haus
Lage:
Diese drei Grundstücke Nr. 5044, 5045 und 5046 bilden in der Natur eine wirtschaftliche
Einheit und liegen außerhalb des Ortsbereichs von Kukmirn, in einer Talmulde gelegen und
einer Einschichtlage befindlich. Die Lage der Grundstücke ist nach Westen hin geneigt, die
Figuration unregelmäßig. Die Erreichbarkeit erfolgt über den Himbeerweg. Verbauungen
der angrenzenden und umliegenden Grundstücke bestehen nicht.
Gebäudebeschreibung:
Wohngebäude:
Pläne und Bescheide der Grundsubstanz des Hauses liegen nicht vor und wird bei meiner
Befundaufnahme angegeben, dass eine kleine, erste Bauetappe aus 1967 stammt. An diesen ersten Gebäudebereich erfolgte 1977 ein Zubau, wofür ein Einreichplan vorliegt. Ab
dem Jahr 1980 erfolgte ein Zu- und Umbau; Umbauten und Sanierungsarbeiten wurden in
der Folge ab 2002 durchgeführt und liegen diesbezüglich Pläne sowie ein Baubewilligungsbescheid und eine Benützungsfreigabe vor. Diese Unterlagen werden dem Gutachten angeschlossen.
Das Wohnhaus hat in etwa rechteckige, abgestufte Grundrissform und ist zweigeschossig
in Massivbauweise ausgeführt, bestehend aus Erdgeschoss und Obergeschoss. Planlich
dargestellt ist auch ein Dachgeschossausbau, welcher nicht errichtet wurde, und befindet
sich dieses Dachgeschoss zur Gänze im Rohzustand.
Im Erdgeschoss des Gebäudes wird ein Teilbereich betrieblich genutzt. Es bestehen im
Wohnbereich folgende Räumlichkeiten: Wohnküche, Speis, Umkleideraum, Technik- / Heizraum, Abstellraum und Wohnzimmer.
Diesem Erdgeschoss aufgesetzt ist ein relativ großer Wohnbereich im Obergeschoss mit
Wohnzimmer, Schlafzimmer, Essraum / Küche, Badezimmer, WC, Speis, Vorraum, Schlafzimmer, Büro, Zimmer, Flur, WC, Badezimmer und Werkstätte.
Das gesamte Dachgeschoss, nicht ausgebaut und im Rohzustand, ist leerstehend und kann
im vorgefundenen Zustand nur als Abstell- / Lagerbereich genutzt werden.
Der Zugang zum Wohnhaus besteht von der Westseite (Hofseite). Der Zugang zum Erdgeschoss ist etwa hofeben errichtet, an der Südseite besteht auch ein weiterer Zugang über
eine Vorlegstufe. Die Geschosse untereinander (Erdgeschoss bis Dachraum) sind über eine
Stiege im Haus miteinander verbunden.
Betriebsgebäude:
Dieses Betriebsgebäude, als Degustations-, Verkaufs- und Nebenräumen genutzt, ist
gleichfalls älteren Datums, wie auch aus dem Einreichplan ersichtlich, und dürfte aus dem
gleichen Zeitraum wie die Errichtung des Wohnhauses stammen.
Auch bei diesem Betriebsgebäude erfolgt ein Zu- und Umbau, wie dem Einreichplan, dem
Baubewilligungs- und dem Benützungsbewilligungsbescheid zu entnehmen, nach 2000 und
liegt ein Baubescheid aus 2002 und eine Benützungsfreigabe aus 2004 vor.
Das Betriebsgebäude ist eingeschossig in Massivbauweise errichtet und bestehen an
Räumlichkeiten: Verkaufsraum 1, Waschraum, WC, Verkaufsraum 2 mit Degustation, Kühlraum, Arbeitsraum / Abfüllraum, Lagerraum / Verpackung und Garage. Angebaut ist diesem
Betriebsgebäude ein überdachter Eingang bzw. eine überdachte Terrasse im Bereich des
Abfüll- / Arbeitsraums.
Die Erschließung erfolgt gleichfalls von der Hoffläche aus, der Hauptzugang ist über eine
Vorlegstufe von der Südseite aus gegeben. Die Garage ist über den Innenhof von der Ostseite erreichbar.
Stadl:
Pläne und Bescheide des Stadls liegen nicht vor. Festgehalten wird, dass dieser jedoch
bereits älteren Datums ist (vermutlich in den 1950er Jahren errichtet). Die Fundierung dürfte
bereits aus Betonfundamenten bestehen, das aufgehende Mauerwerk besteht aus Betonstein- und Ziegelmauerwerk. Über der Werkstätte besteht eine Ortbetondecke, ansonsten
ist über dem Stadl keine Decke vorhanden. Errichtet ist ein Satteldach, wo der nordseitige
Teil mit Ziegeln und der Längstrakt (neuere Teil) mit Wellplatten gedeckt ist. Dachrinnen zur
Wasserableitung sind montiert.
Dieser Stadl dient dem Einstellen von landwirtschaftlichen Geräten und bestehen Betonböden. Der Stadl ist teilweise offen bzw. sind im Bereich der Werkstätte und im alten Gebäudeteil Kipptore und ein Holztor vorhanden.
Innenwand- und Fassadenflächen sind im Rohzustand, ausgenommen die Werkstätte.
Stromanschluss ist zugleitet. Der Bau- und Erhaltungszustand muss als schlecht und sanierungsbedürftig bezeichnet werden.
Terrassen und Außenanlagen:
Im Anschluss an das Betriebsgebäude besteht beim Abfüllraum / Arbeitsraum eine überdachte Terrasse aus Natursteinen sowie teilweise Holzbohlenbelag. Ein Teil dieser Terrasse ist durch das auskragende Hauptdach überdacht, ein Teil besitzt ein Pultdach, auf
Säulen gestützt. Es handelt sich um harte Eindeckung und sind Glasfelder am Dach zur
Belichtung vorhanden.
Weiters besteht im Bereich des Einganges ein Vordach aus einer Holzkonstruktion auf Pfeilern, mit harter Eindeckung. Gleichfalls errichtet ist ein Vordach mit Blecheindeckung an der
Rückseite des Hauses zwischen Kühlraum und Verpackungs- bzw. Lagerbereich.
Die Zufahrt zum Gebäude sowie der Zugang sind asphaltiert bzw. in Teilbereichen mit Natursteinen belegt. Um das Gebäude besteht ein Traufenpflaster aus Rundkies mit Randleistenabschluss.
Der Bereich zum rückwärtigen Stadl ist teilweise asphaltiert, die Zufahrt zum Stadl ausschließlich geschottert.
3.844 m²
377,40 m²
411.250,00 EUR
kein Zubehör
41.125,00 EUR
205.625,00 EUR
Die Versteigerung wird nach Gruppen (Gruppe I bis Gruppe VIII) und nicht nach der Einlagenzahl erfolgen.
Gruppe I (Wohn- und Betriebsgebäude)
Schätzwert EUR 411.250,-- inkl. Agraranteil.
Unter dem geringsten Gebot findet ein Verkauf nicht statt.
Alle Edikte zum Fall:
7543 Kukmirn, Himbeerweg 5
7543 Kukmirn, Himbeerweg 4










