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Dienststelle:

BG Wolfsberg (770)

Aktenzeichen:

9 E 13/25m

wegen:

Zwangsversteigerung einer Liegenschaft

Bekannt gemacht am:

30.03.2026

Versteigerungstermin:

am 13.05.2026 um 10:00 Uhr

Versteigerungsort:

Bezirksgericht Wolfsberg, Verhandlungssaal 1, 1.Stock

Telefonkontakt:

04352/4101-22

Ort und Zeit der Einsichtnahme:

Montag und Mittwoch in der Zeit von 08.00 Uhr bis 15.30 Uhr, sowie Dienstag, Donnerstag und Freitag in der Zeit von 08.00 bis 12.00 Uhr


Grundbuch:

77210 Hattendorf

EZ:

190

Grundstücksnr.:

189/1

BLNr:

5

Liegenschaftsadresse:

Stadelweg 1/1 (vormals Hattendorf 3)

PLZ/Ort:

9411 Hattendorf / St. Michael i.Lav.


Kategorie(n):

Einfamilienhaus

Beschreibung (WE):

Die Liegenschaft befindet sich im alten Ortsteil von Hattendorf südlich vom Arlingbach.
A) WOHNHAUS
Das wahrscheinlich bereits kurz nach der Jahrhundertwende (1900) errichtete Wohnhaus weist die Außenabmessungen von rund 16,40 m x 11,00 m auf. Das zweigeschossige Gebäude ist mit einem relativ steilen Krüppelwalmdach versehen. Das Dachgeschoss ist fast gänzlich für Wohnzwecke ausgebaut.
Das Wohnhaus ist in Massivbauweise errichtet und gänzlich unterkellert. Der Gewölbekeller ist unverputzt und befindet sich mehr oder weniger in Rohbau. An der Ostseite wurde im Erdgeschoss konsenslos ein Wintergarten angebaut. Das Gebäude weist eine Wohnnutzfläche von insgesamt rund 252 m² auf. An der Südseite sind am Dach zwei Felder mit je 6 Stk. PV-Paneelen angebracht. Das Dach und auch die Kunststofffenster wurden offenbar erst in den letzten Jahren erneuert. Teilweise sind die Fensterleibungen noch unverputzt bzw. unfertig. Die Fenstersohlbänke sind auch noch nicht angebracht!
Das Gebäude befindet sich in einem verwahrlosten, teilweise stark vermüllten Zustand. Im Keller ist zudem noch etwas Bauschutt abgelagert, Sperrmüll und alte Einrichtungsutensilien etc. sind im ganzen Haus verstreut. Ein Wohnraum im Nordosttrakt vom Erdgeschoss ist offenbar infolge eines Wasserschadens stark beschädigt, wobei die Gipskartonverkleidungen an den Decken und Wänden heruntergebrochen wurden. Inwieweit die haustechnischen Anlagen funktionieren bzw. dicht sind, konnte nicht überprüft werden.
Auffällig ist, dass im südöstlichen Eckbereich mehrere größere Sprünge bzw. Risse im südwestlichen Außenwandbereich der Giebelwand vorhanden sind. Diese dürften wahrscheinlich durch Setzungen verursacht worden sein.
B) NEBENGEBÄUDE
Die drei Bauabschnitte des Nebengebäudes untergliedern sich in den alten Schuppen an der Ostseite, welcher im Plan und Gutachten als Nebengebäude A bezeichnet ist. Dieses Gebäude weist die Außenabmessungen von 11,46 m x 4,90 m auf und ist mit einem relativ steilen Satteldach versehen. Der südliche Teil des Gebäudes ist mit einer massiven Betondecke ausgeführt. Die Nutzfläche des Gebäudes beläuft sich auf rund 46 m².
Der nachträglich konsenslos errichtete Zwischentrakt an der Ostseite ist sehr filigran nur mit einem flachgeneigten Pultdach versehen. Dieses Nebengebäude B ist bereits baufällig und dringend sanierungsbedürftig. Auch das südlich angebaute Nebengebäude C, welches teilweise für Wohnzwecke ausgebaut ist, befindet sich in einem sanierungsbedürftigen Zustand. Dieser Bautrakt ist im Haupttrakt mit einem steilen Satteldach eingedeckt. Plantechnisch ist dieser Bauteil als Nebengebäude C bezeichnet, die Nutzfläche beläuft sich auf rund 45 m².
Der winkelförmig ausgeführte Nebengebäudetrakt befindet sich sowohl an der Südseite als auch an der Ostseite fast direkt an der Grundstücksgrenze. Es liegt auch für diesen Gebäudekomplex weder eine Baubewilligung auf, noch gibt es Baupläne dazu.
Gegenüber dem filigran ausgeführten Carport ist das Nebengebäude mit einer bis zum Wohnhaus reichenden Einfriedungswand abgeschottet. Die Abmessungen vom Nebengebäude C belaufen sich 4,40 m Breite und auf eine Gesamtlänge von rund 12,75 m. Der Zwischentrakt mit dem Nebengebäude B weist eine Breite rund 3,10 m und eine Länge von rund 4,15 m auf. Die kleineren Anbauten samt dem Carport wurden offenbar von der Verpflichteten hergestellt.

Grundstücksgröße:

954 m²

Objektgröße:

252,00 m²


Schätzwert:

125.000,00 EUR

Beschreibung des mitzuversteigernden Zubehörs:

2 PV-Anlagen am Dach mit insgesamt 12 Stück PV-Platten, Wechselstromgerät Type Huawei, Baujahr unbekannt, wahrscheinlich um 2020, Leistung und Einspeiseverträge etc. liegen nicht vor.

Wert des mitzuversteigernden Zubehörs:

5.000,00 EUR

Vadium:

12.500,00 EUR

Geringstes Gebot:

95.000,00 EUR


Sonstige Hinweise:

Wertmindernd ist gegenständlich insbesondere der vermüllte und verwahrloste Bauzustand der Gebäude und der Außenanlagen. Zudem sind einige sanierungsbedürftige Baugebrechen vorhanden sowie Aufräum- und Komplettierungsarbeiten notwendig, damit das Wohnhaus und die Nebengebäude überhaupt genutzt werden können.
Es fehlen die notwendigen bautechnischen Bewilligungen, Baupläne, ein Energieausweis und eine zeitgemäße Wärmedämmung. Das Carport ist aufgrund der filigranen Bauweise nur bedingt nutzbar und bei hoher Schneelage als einsturzgefährdet einzustufen.
Im Wohnhaus gibt es keine Zentralheizung. Inwieweit die PV-Anlage „funktioniert“, konnte nicht überprüft werden.
Die verpflichtete Partei hat dem Exekutionsgericht keine Mitteilung gemacht, wonach sie auf die Steuerbefreiung gemäß § 6 Abs 1 Z. 9 lit. a UStG 1994 verzichtet.
Das Vadium kann nur in Form einer Sparurkunde erlegt werden.


Kurzgutachten:

Kurzgutachten Objekt 1

Foto(s):

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Ausdruck vom: 18.04.2026 21:43:44 MESZ